Nicht mal für Kobane - Friedensplenum lehnt Waffenlieferungen ab

Das Tübinger Friedensplenum/Antikriegsbündnis berichtet über einen Abend zu Kobane und dem IS. Diskutiert wurde vor allem, ob Waffenlieferungen zu verantworten sind:
Tübingen. Kobane - wer kannte vor einem Monat diese Stadt? Seit der "Islamische Staat" versucht, sie zu erobern, ist ihr Name in aller Munde. Würde es ihm gelingen, wäre das wohl das Aus für das selbstverwaltete und demokratische Projekt in Rojava, den drei kurdischen Kantonen im Norden Syriens, und ein Massaker an den Verteidigern der Stadt und deren Zivilbevölkerung die Folge. Kann die Friedensbewegung in dieser Situation fordern, Waffen an die Verteidiger von Kobane zu liefern? Und von wem sollen die Waffen dann kommen? Wäre das mit einer antimilitaristischen oder pazifistischen Haltung vereinbar?
Das Tübinger Friedensplenum/Antikriegsbündnis hatte zu einer Diskussion über diese Fragen eingeladen. Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen. Anlass für die Einladung war, dass auf der Tübinger Kundgebung zum Antikriegstag 2014 ein Redner die Bundesregierung aufgefordert hatte, Waffen an die Verteidiger von Kobane zu liefern. Das war auf Widerspruch gestoßen. Bereits auf der Kundgebung selbst hatte ein Tübinger Alt-Stadtrat in seiner Rede erklärt: "Die Friedensbewegung ist gegen Waffenlieferungen, egal von wem und an wen. Denn Waffen töten immer."
In der Diskussion kamen weitere Argumente hinzu: Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklärten, Forderungen nach Waffenlieferungen an die Bundesregierung seien indiskutabel, weil das den antimilitaristischen Konsens in der Friedensbewegung aufweiche und Forderungen der Rüstungsindustrie nach mehr Waffenexporten in die Hände spiele. Die 14 Abgeordneten der Linksfraktion, die Waffenlieferungen an Kurden befürworten, wurden kritisiert - auch vom Friedensplenum.
Einig war man sich aber darüber, dass die deutsche Regierung von der türkischen fordern müsse, nicht länger den "Islamischen Staat" zu unterstützen, die Verteidiger von Kobane zu behindern und den Friedensprozess mit der PKK zu blockieren, dass türkisches Militär nicht in Syrien einmarschieren dürfe, dass die Bundeswehr ihre Patriot-Raketen sofort aus der Türkei abziehen müsse und dass angesichts der schrecklichen Situation der betroffenen Zivilbevölkerung sofortige humanitäre Hilfe nottue.
(Dokumentation des Berichts, den das "Schwäbische Tagblatt", Tübingen, am 15.11.2014 veröffentlichte)

Ein Spiel mit dem Feuer: wohin führt der Ukraine-Konflikt?

Der Journalist Reinhard Lauterbach informiert über die aktuelle Situation in der Ukraine

Mittwoch, 15.10.2014, 20 Uhr, Club Voltaire, Tübingen

Wer versucht sich ein Bild von den Geschehnissen in und um die Ukraine zu machen, der stößt auf eine beängstigend gleichförmige Berichterstattung der etablierten Medien. Statt nüchtern abwägender Nachrichten und Analyse dominiert ein Schwarz-Weiß-Bild, in dem Russland und sein Präsident Wladimir Putin dämonisiert, das prowestliche, von Faschisten unterstützte Regime in Kiew dagegen verklärt und die Fakten entsprechend selektiert und verdreht werden.

Der Konflikt in der Ukraine wirft zahlreiche Fragen insbesondere nach der Rolle und den Absichten der beteiligten Akteure auf. Der Referent hat die Ukraine mehrfach bereist und wird versuchen, diese Fragen zu beantworten.

Reinhard Lauterbach ist freier Osteuropakorrespondent u.a. für die Tageszeitung "junge Welt", das Magazin "Hintergrund" und "Radio LoRa" (Zürich), ehemaliger Korrespondent des ARD-Hörfunks für Osteuropa.

Eine Veranstaltung des Friedensplenums-Antikriegsbündnis Tübingen, der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) Tübingen-Mössingen, des OTFR (Offener Treffen gegen Faschismus und Rassismus), des Club Voltaire e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg.

Antikriegstag 2014

30. August 2014 – Kundgebung zum Antikriegstag:

Vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg

„Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen.“ Mit dieser Lüge
Hitlers begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Die Nazis hatten ihn von Anfang an als Eroberungs- und
Vernichtungskrieg geplant. Als er nach sechs Jahren endete,
waren 55 Millionen Menschen tot, darunter fast sechs Millionen Jüdinnen und Juden, ermordet auf Geheiß der deutschen Führung. Die überlebenden Häftlinge des KZ Buchenwald leisteten nach ihrer Selbstbefreiung einen Schwur, dessen zentrale Aussage lautete:

Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Noch heute sind diese Worte Leitmotiv der Friedensbewegung. Und in Zeiten, da deutsche Streitkräfte wieder in vielen Teilen der Welt Kriege führen sollen - „Deutschland muss weltwelt Verantwortung übernehmen“, sagt Präsident Gauck – , ist dieses Motto leider besonders aktuell. In vielen Teilen der Welt finden gegenwärtig Kriege statt, so in Syrien, im Irak, in Gaza und in der Ukraine. Und was tut die Bundesregierung? Sie gießt allerorten Öl ins Feuer, und teilweise genehmigt sie sogar noch Waffenlieferungen in die Krisenregionen Deshalb unsere Forderungen zum diesjährigen Antikriegstag:

Abrüstung statt Aufrüstung!

Keine Rüstungsexporte!

Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!

Kommen Sie zahlreich zur Kundgebung zum Antikriegstag:
Samstag, 30. August 2014, 11.30 Uhr, Holzmarkt, Tübingen

Veranstalter:
Tübinger Friedensplenum/Antikriegsbündnis.
Unter Beteiligung zahlreicher Friedenskräfte.

8. Mai 2014- Jahrestag der Bereiung vom Faschismus

100 Jahre Erster Weltkrieg
75 Jahre Zweiter Weltkrieg
15 Jahre Kriegseinsätze der Bundeswehr

Die Waffen nieder! Jetzt!


Am 8.Mai 2014 findet in Tübingen eine Friedenstour mit Kundgebung zum Tag der Befreiung und dem Ende des Zweiten Weltkriegs statt. Mehrere Organisationen und Gruppen der Friedensbewegung haben dazu einen Aufruf beschlossen und führen diesen Aktionstag im Rahmen des Gedenkjahres "100 Jahre Erster Weltkrieg" gemeinsam durch.

11.30 Uhr - 13.30 Uhr
"Bundeswehr raus aus den Schulen" Friedensbus am Schulzentrum Uhlandstraße
(DFG-VK, Friedensplenum, SDAJ)

14 Uhr
Friedensbus an der Uni/Geschwister-Scholl-Platz
(Kultur des Friedens)

15 Uhr
Gedenkkundgebung am Gräberfeld X/Stadtfriedhof für die Opfer des Faschismus
(Kultur des Friedens, VVN-BdA)

16.30 Uhr
Infostände der beteiligten Gruppen auf dem Holzmarkt

17.00 Uhr
Kundgebung auf dem Holzmarkt
mit Roland Blach, Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK, und weiteren Rede- und Kulturbeiträgen


Zur Friedenstour und der Kundgebung rufen folgende Gruppen und Organisationen auf:

Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsgegner DFG-VK, Friedensplenum-Antikriegsbündnis Tübingen, Frauenverband Courage, Gesellschaft Kultur des Friedens, Naturfreunde Ortsgruppe Tübingen, Informationsstelle Militarisierung IMI, Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus OTFR, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend SDAJ, Deutsche Kommunistische Partei DKP, die Linke, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten VVN-BdA, ZAK³ gegen Krieg, Kapitalismus und CO².

Sagt Nein zu Krieg!

Ostermarsch 2014 in Stuttgart

Samstag, 19. April 2014:
11.30 Uhr AFRICOM (Kaserne Möhringen)
13.30 Uhr Lautenschlagerstr. (beim Hauptbahnhof)
14.30 Uhr Schloßplatz

Treffpunkt zur gemeinsamen Abfahrt von Tübingen:
9.15 Uhr Hauptbahnhof Tübingen

100 Jahre Erster Weltkrieg, 75 Jahre Zweiter Weltkrieg, 15 Jahre Kriegseinsätze der Bundeswehr: Sagt Nein zu Krieg !

Am 1. August 1914 erklärte das Deutsche Reich Russland, am 3. August Frankreich den Krieg und machte damit aus dem Lokalkrieg Österreich-Ungarns gegen Serbien den ersten „modernen Krieg“, wie das kontinentale Massenschlachten heute gerne genannt wird.

17 Millionen Menschen fanden den Tod.

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Friedensplenum/ Antikriegsbündnis Tübingen e.V.

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Wir treffen uns jeden Montag einer geraden Kalenderwoche um 19:30 im Clubraum im 1. Stock des Schlatterhauses, Österbergstr. 2.

Die nächsten Termine:
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