Mehr Diplomatie wagen!

Wir dokumentieren die Rede, die Ismayil Arslan für den DGB-Kreisverband Tübingen auf der Tübinger Kundgebung zum Antikriegstag am 1. September 2026 auf dem Tübinger Holzmarkt hielt:

"Wir stehen heute hier am 1. September, weil dieser Tag eine Verpflichtung ist. Der Antikriegstag ist kein historisches Datum, das wir pflichtbewusst im Kalender abhaken. Er ist der Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939 und damit ein dauerhafter Appell:

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Doch wenn wir heute in unsere Welt blicken, erscheint das „Nie wieder“ brüchiger denn je. Wir erleben eine Zeit, in der die Waffen sprechen und das Recht des Stärkeren die Stärke des Rechts zu verdrängen droht..."

Wer die Rede komplett nachlesen möchte, klicke hier:

Rede-Antikriegstag-2026-Ismayil-Arslan-SPD-Initiative (pdf, 317 KB)

Gegen zivil-militärische Zusammenarbeit! Ohne uns!

Wir dokumentieren die Rede, die Elke Miller für das Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen auf der Kundgebung zum Antikriegstag in Tübingen am 1. September 2026 hielt:

"Ich möchte euch ein paar wichtige Informationen zur zivil-militärischen Zusammenarbeit mitteilen, die ein wesentlicher Bestandteil des Operationsplanes Deutschland (OPLAN) ist.

Ausgehend von der politisch motivierten Behauptung: „Die Friedensdividende ist nun endgültig aufgebraucht. Wir befinden uns zwar noch nicht im Krieg, aber wir befinden uns schon lange nicht mehr im Frieden“ soll die gesamte Gesellschaft verteidigungswillig werden. Das heißt ganz klar, es gibt keine Möglichkeit mehr auf Frieden. So heißt es im öffentlich einsehbaren Grünbuch ZMZ4, das an den geheimen OPLAN angelehnt ist: „Der OPLAN führt die zentralen militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung und der dafür erforderlichen zivilen Unterstützung in einem Plan zusammen, der im Ergebnis ausführbar ist.“ Dazu soll der OPLAN „zielgruppenorientiert als öffentliche Version aufbereitet und breit kommuniziert werden.“

Ein zentraler Bereich in dieser gesamtgesellschaftlichen Verteidigung ist dabei unser Gesundheitssystem..."

Die ganze Rede lesen? Hier ist sie:

Rede-Antikriegstag-2026-Elke-Miller-FP (pdf, 234 KB)

Den Weg des Friedens beschreiten!

Wir dokumentieren die Rede von Jannik (VVN-BdA Tübingen-Mössingen), gehalten auf der Kundgebung zum Antikriegstag in Tübingen am 1. September 2026:

"Wir sind heute hier, weil wir alle gegen Krieg sind. Wir sind hier, weil wir keinen Unterschied machen, von wem der Krieg ausgeht oder ob er uns nützt, sondern wir sehen es als universelles Menschenrecht an, das Leben in Frieden leben zu können.

Worüber wir reden müssen, ist, wie der Weg des Friedens beschritten werden kann..."

Kompletter Redetext hier:

Rede-Antikriegstag-2026-Jannik-VVN (pdf, 133 KB)

„Waffen liefern die Reichen, die Armen die Leichen!“

Unter diesem Titel berichtete das "Schwäbische Tagblatt" (Tübingen) am 02.09.2026 recht ausführlich über die diesjährige Tübinger Kundgebung zum Antikriegstag, der alljährlich am 1. September stattfindet, dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939.

Nur in einem Punkt ist der Bericht zu korrigieren: Die Zahl der Anwesenden tendierte wohl gegen 200 – auf jeden Fall waren es mehr als die im Bericht erwähnten 130.

Zum Bericht geht es hier:

https://www.swp.de/lokales/tuebingen/antikriegsdemo-in-tuebingen-waffen-liefern-die-reichen-die-armen-die-leichen-79421739.html

Friedensfähig statt "kriegstüchtig"!

Aufruf zum Antikriegstag 2026

Kundgebung am Dienstag, 1. September 2026, um 17:00
auf dem Holzmarkt in Tübingen


Vor 87 Jahren überfiel Nazideutschland Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg in Europa. Krieg und faschistische Herrschaft forderten viele Millionen Todesopfer. Heute stehen wir vor einer Situation, die wir vor wenigen Jahren noch für undenkbar hielten: Faschismus- und Kriegsgefahr sind akut wie seit 1945 nicht mehr. Im September droht eine AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt. Dazu – oder in Zusammenhang damit – kommt ein Sozialabbau, der in der Geschichte der BRD beispiellos ist. Krankenbehandlung und auskömmliche Rente für alle, würdiges Leben bei Arbeitslosigkeit und im Alter – das war einmal. Selbst Errungenschaften, für die Generationen von Arbeiterinnen und Arbeitern kämpften, wie der Achtstundentag, stehen heute zur Disposition.

Die Kosten der Militarisierung von Staat und Gesellschaft sind immens. Wenn die Hälfte des Bundeshaushalts für Rüstung und Militär draufgeht, bleibt für alles andere kein Geld mehr übrig. Unter dem so geschaffenen Sparzwang soll nun durchgeboxt werden, was Industrie und Finanzkapital sich schon lange wünschten, aber nicht durchsetzen konnten.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Deshalb gehen wir am Antikriegstag auf die Straße!

• Keine Anschaffung neuer Waffensysteme, auch keine neuen Mittelstreckenraketen!

• Kürzungen beim Militär statt im Sozialbereich!

• Keine Wehrpflicht und keine anderen Kriegsdienste!

• Diplomatie statt Kriegsvorbereitung!


Veranstalter:

DGB-Kreisverband Tübingen

Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten*innen Tübingen-Mössingen (VVN-BdA)

Aufruf-Antikriegstag-Tuebingen-01-09-2026 (pdf, 121 KB)

Aufruf-Antikriegstag-2026-DGB-NAOD (png, 191 KB)

Antikriegstag linksextremistisch?

2023 fand die Tübinger Kundgebung zum Antikriegstag Erwähnung auf der Homepage des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg in einem Beitrag unter der Überschrift: "Am 'Antikriegstag' versuchten Linksextremisten die Zivilgesellschaft zu beeinflussen".

https://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Am+_Antikriegstag_+versuchten+Linksextremisten+die+Zivilgesellschaft+zu+beeinflussen

Man darf bereits jetzt gespannt sein, ob die diesjährige Kundgebung wieder Gegenstand der Stimmungsmache der Schlapphüte sein wird.

Lob und Dank – Informationsstelle Militarisierung zum 30. Geburtstag

Die Informationsstelle Militarisierung (Tübingen) wurde vor 30 Jahren gegründet. Am 8. August 2026 feierte sie ihren runden Geburtstag. Mit dabei: Das Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen. Walburg Werner gratulierte. Hier ihr Glückwunsch:

IMI-30-Jahre-Grusswort-Friedensplenum-Walburg-Werner (pdf, 126 KB)

Schulstreik gegen Wehrpflicht am 8. Mai 2026 in Tübingen

Termin:

Freitag, 8. Mai 2026 - 11:30

Schulstreik gegen Wehrpflicht Mai 2026 in Tübingen:

Demo, Start: 11.30 Uhr, Europaplatz / Freilichtbühne
Veranstalter: Schulstreik gegen Wehrpflicht Tübingen, Links Kanax, SDAJ TÜ, Ende Gelände TÜ, linksjugend solid TÜ

Quellen:

https://www.instagram.com/schulstreikgegenwehrpflicht_tu/
https://www.imi-online.de/2026/05/05/8-mai-schulstreik-auch-in-tuebingen/

8. Mai 2026 - 81. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Am Freitag, 8. Mai 2026, dem Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg, laden wir herzlich ein:

16 Uhr Gedenken am Gräberfeld X, Stadtfriedhof, Tübingen
Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens

Anschließend gemeinsamer Gang zum Holzmarkt.

Dort um 17 Uhr Kundgebung: "8.Mai - Tag der Befreiung - Ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen!"

Redebeiträge von Ismayil Arslan, stellv. Vorsitzender DGB Tübingen und anderen.

Ab ca. 18 Uhr kleines Fest zum 8.Mai mit Gesprächen und Getränken hinter der Stiftskirche.

8-Mai-2026-Tuebingen-Sharepic (png, 662 KB)

8-Mai-2026-Tuebingen-Flyer-komplett-A5 (pdf, 6,097 KB)

Und hier der Aufruf zur Kundgebung und dem kleinen Fest:

8. Mai – Tag der Befreiung: Ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen!

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“- Das schworen vor 81 Jahren die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, nachdem sie sich selbst befreiten. Am 8. Mai feiern wir das Ende des zweiten Weltkriegs und den Sieg über den Faschismus in Europa. Wir danken den Befreiern und gedenken der unzähligen Opfer des NS-Faschismus.

„Nie wieder“ war gestern?

Heute, rund 81 Jahre später, steckt der Kapitalismus erneut in einer tiefen Krise. Die internationale Konkurrenz nimmt rapide zu. Das Ergebnis: um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, bauen die Herrschenden auf Krieg, und um das zu finanzieren wird bei Bildung, Gesundheit und Sozialem gekürzt.

Aber Krieg beginnt nicht erst an der Front – er wird im Inneren vorbereitet: Dazu gehört die offensive Bundeswehr-Präsenz in allen Bereichen des Lebens, die Umwandlung von ziviler zu militärischer Produktion und die Zwangsrekrutierung der Jugend für den Kriegsdienst. Protest dagegen soll verhindert werden, also braucht es einen autoritären Staat, der Kritik am aktuellen Kriegskurs bestraft. Das haben wir zuletzt bei den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht oder bei Demos für Solidarität mit Palästina am eigenen Leib gemerkt. Dies treibt die Rechtsentwicklung immer weiter, AfD und Regierungspolitik ergänzen sich gegenseitig.

Erinnern heißt kämpfen

Heute, 81 Jahre nach dem 8. Mai 1945, sitzen also wieder Faschisten in den Parlamenten, und deutsche Soldaten sollen in der Welt stationiert werden – wie der aktuelle Vorschlag in der Straße von Hormus.

Dagegen organisieren wir Widerstand und kämpfen für Frieden, Solidarität und für eine Gesellschaft, in der Menschen wichtiger sind als Profite.

Schließt euch uns an und kommt am 8. Mai mit uns auf die Straße!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Nie wieder kriegstüchtig!

Der Aufruf wird unterstützt von:

DGB KV Tübingen
Friedensmahnwache Tübingen
Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen
Gesellschaft Kultur des Friedens
Informationsstelle Militarisierung e.V.
Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus Tübingen und die Region (OTFR)
Sozialistische deutsche Arbeiterjugend (SDAJ Tübingen)
ver.di Ortsverein Tübingen
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Tübingen-Mössingen (VVN BdA)

Hochrüstung nicht finanzierbar

Tübingens Oberbürgermeister Palmer beklagte die Finanzmisere der Kommunen und gestand, bei der letzten Bundestagswahl aus Verzweiflung Merz gewählt zu haben. Den Zusammenhang zwischen Schuldenbremse, Neoliberalismus, Hochrüstung, Militarisierung und Finanznot erkannte er nicht. Wir dokumentieren einen Leserbrief von Jens Rüggeberg aus dem "Schwäbischen Tagblatt" (Tübingen) vom 8. April 2026:


Keine tiefe Analyse

Kürzlich in einer TV-Talkshow: Der OB beklagte erneut die Misere der kommunalen Finanzen – zu Recht. Und dann gestand er, aus Verzweiflung Merz gewählt zu haben. Das heißt: Über eine tiefergehende Analyse verfügt er nicht, Hintergründe und Entwicklungstendenzen scheinen ihm fremd zu sein. Den anderen Talkshow-Beteiligten und der TAGBLATT-Berichterstatterin wohl auch.

In Zeiten neoliberaler Politik, Hochrüstung, Kriegsvorbereitung und Faschismusgefahr braucht man sich über bankrotte Kommunen nicht weiter zu wundern. Geld ist für die dann eben nicht mehr da. 5 % des Bruttosozialprodukts fürs Militär – das heißt ab ungefähr 2029 fast 50 % des Bundeshaushalts. Man kann beim Sozialen, bei den Renten, bei der Gesundheitsversorgung, bei der Bildung, beim Klimaschutz, dem Wohnungsbau, der Infrastruktur und den Kommunen gar nicht so viel kürzen, dass diese irrsinnigen Militärausgaben finanziert werden können.

Wie kann man da Hoffnung in eine Regierung setzen, die solches zu verantworten hat? Wie „Reformen“ oder „Liefern“ fordern, wo das doch nur Sozialkürzungen bedeuten kann? Wie auf einen Kanzler bauen, der bereits im Januar 2025 zeigte, dass sein Rassismus durchaus AfD-kompatibel ist?

Jens Rüggeberg, Tübingen
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Friedensplenum/ Antikriegsbündnis Tübingen e.V.

Nächste Treffen

Wir treffen uns normalerweise an jedem ersten Montag eines Monats um 19:30 im Clubraum im 1. Stock des Adolf-Schlatter-Hauses, Österbergstr. 2 in Tübingen.

Die nächsten Termine:
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Bundesweite Zusammenschlüsse der Friedensbewegung:

Informationsstelle Militarisierung e.V., Tübingen

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Zuletzt aktualisiert: 10. Sep, 20:52

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