Friedensfähig statt "kriegstüchtig"!

Aufruf zum Antikriegstag 2026

Kundgebung am Dienstag, 1. September 2026, um 17:00
auf dem Holzmarkt in Tübingen


Vor 87 Jahren überfiel Nazideutschland Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg in Europa. Krieg und faschistische Herrschaft forderten viele Millionen Todesopfer. Heute stehen wir vor einer Situation, die wir vor wenigen Jahren noch für undenkbar hielten: Faschismus- und Kriegsgefahr sind akut wie seit 1945 nicht mehr. Im September droht eine AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt. Dazu – oder in Zusammenhang damit – kommt ein Sozialabbau, der in der Geschichte der BRD beispiellos ist. Krankenbehandlung und auskömmliche Rente für alle, würdiges Leben bei Arbeitslosigkeit und im Alter – das war einmal. Selbst Errungenschaften, für die Generationen von Arbeiterinnen und Arbeitern kämpften, wie der Achtstundentag, stehen heute zur Disposition.

Die Kosten der Militarisierung von Staat und Gesellschaft sind immens. Wenn die Hälfte des Bundeshaushalts für Rüstung und Militär draufgeht, bleibt für alles andere kein Geld mehr übrig. Unter dem so geschaffenen Sparzwang soll nun durchgeboxt werden, was Industrie und Finanzkapital sich schon lange wünschten, aber nicht durchsetzen konnten.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Deshalb gehen wir am Antikriegstag auf die Straße!

• Keine Anschaffung neuer Waffensysteme, auch keine neuen Mittelstreckenraketen!

• Kürzungen beim Militär statt im Sozialbereich!

• Keine Wehrpflicht und keine anderen Kriegsdienste!

• Diplomatie statt Kriegsvorbereitung!


Veranstalter:

DGB-Kreisverband Tübingen

Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten*innen Tübingen-Mössingen (VVN-BdA)

Aufruf-Antikriegstag-Tuebingen-01-09-2026 (pdf, 121 KB)

Aufruf-Antikriegstag-2026-DGB-NAOD (png, 191 KB)

Antikriegstag linksextremistisch?

2023 fand die Tübinger Kundgebung zum Antikriegstag Erwähnung auf der Homepage des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg in einem Beitrag unter der Überschrift: "Am 'Antikriegstag' versuchten Linksextremisten die Zivilgesellschaft zu beeinflussen".

https://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Am+_Antikriegstag_+versuchten+Linksextremisten+die+Zivilgesellschaft+zu+beeinflussen

Man darf bereits jetzt gespannt sein, ob die diesjährige Kundgebung wieder Gegenstand der Stimmungsmache der Schlapphüte sein wird.

Lob und Dank – Informationsstelle Militarisierung zum 30. Geburtstag

Die Informationsstelle Militarisierung (Tübingen) wurde vor 30 Jahren gegründet. Am 8. August 2026 feierte sie ihren runden Geburtstag. Mit dabei: Das Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen. Walburg Werner gratulierte. Hier ihr Glückwunsch:

IMI-30-Jahre-Grusswort-Friedensplenum-Walburg-Werner (pdf, 126 KB)

Schulstreik gegen Wehrpflicht am 8. Mai 2026 in Tübingen

Termin:

Freitag, 8. Mai 2026 - 11:30

Schulstreik gegen Wehrpflicht Mai 2026 in Tübingen:

Demo, Start: 11.30 Uhr, Europaplatz / Freilichtbühne
Veranstalter: Schulstreik gegen Wehrpflicht Tübingen, Links Kanax, SDAJ TÜ, Ende Gelände TÜ, linksjugend solid TÜ

Quellen:

https://www.instagram.com/schulstreikgegenwehrpflicht_tu/
https://www.imi-online.de/2026/05/05/8-mai-schulstreik-auch-in-tuebingen/

8. Mai 2026 - 81. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Am Freitag, 8. Mai 2026, dem Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg, laden wir herzlich ein:

16 Uhr Gedenken am Gräberfeld X, Stadtfriedhof, Tübingen
Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens

Anschließend gemeinsamer Gang zum Holzmarkt.

Dort um 17 Uhr Kundgebung: "8.Mai - Tag der Befreiung - Ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen!"

Redebeiträge von Ismayil Arslan, stellv. Vorsitzender DGB Tübingen und anderen.

Ab ca. 18 Uhr kleines Fest zum 8.Mai mit Gesprächen und Getränken hinter der Stiftskirche.

8-Mai-2026-Tuebingen-Sharepic (png, 662 KB)

8-Mai-2026-Tuebingen-Flyer-komplett-A5 (pdf, 6,097 KB)

Und hier der Aufruf zur Kundgebung und dem kleinen Fest:

8. Mai – Tag der Befreiung: Ein Tag zum Feiern, ein Tag zum Kämpfen!

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“- Das schworen vor 81 Jahren die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, nachdem sie sich selbst befreiten. Am 8. Mai feiern wir das Ende des zweiten Weltkriegs und den Sieg über den Faschismus in Europa. Wir danken den Befreiern und gedenken der unzähligen Opfer des NS-Faschismus.

„Nie wieder“ war gestern?

Heute, rund 81 Jahre später, steckt der Kapitalismus erneut in einer tiefen Krise. Die internationale Konkurrenz nimmt rapide zu. Das Ergebnis: um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, bauen die Herrschenden auf Krieg, und um das zu finanzieren wird bei Bildung, Gesundheit und Sozialem gekürzt.

Aber Krieg beginnt nicht erst an der Front – er wird im Inneren vorbereitet: Dazu gehört die offensive Bundeswehr-Präsenz in allen Bereichen des Lebens, die Umwandlung von ziviler zu militärischer Produktion und die Zwangsrekrutierung der Jugend für den Kriegsdienst. Protest dagegen soll verhindert werden, also braucht es einen autoritären Staat, der Kritik am aktuellen Kriegskurs bestraft. Das haben wir zuletzt bei den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht oder bei Demos für Solidarität mit Palästina am eigenen Leib gemerkt. Dies treibt die Rechtsentwicklung immer weiter, AfD und Regierungspolitik ergänzen sich gegenseitig.

Erinnern heißt kämpfen

Heute, 81 Jahre nach dem 8. Mai 1945, sitzen also wieder Faschisten in den Parlamenten, und deutsche Soldaten sollen in der Welt stationiert werden – wie der aktuelle Vorschlag in der Straße von Hormus.

Dagegen organisieren wir Widerstand und kämpfen für Frieden, Solidarität und für eine Gesellschaft, in der Menschen wichtiger sind als Profite.

Schließt euch uns an und kommt am 8. Mai mit uns auf die Straße!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Nie wieder kriegstüchtig!

Der Aufruf wird unterstützt von:

DGB KV Tübingen
Friedensmahnwache Tübingen
Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen
Gesellschaft Kultur des Friedens
Informationsstelle Militarisierung e.V.
Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus Tübingen und die Region (OTFR)
Sozialistische deutsche Arbeiterjugend (SDAJ Tübingen)
ver.di Ortsverein Tübingen
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Tübingen-Mössingen (VVN BdA)

Hochrüstung nicht finanzierbar

Tübingens Oberbürgermeister Palmer beklagte die Finanzmisere der Kommunen und gestand, bei der letzten Bundestagswahl aus Verzweiflung Merz gewählt zu haben. Den Zusammenhang zwischen Schuldenbremse, Neoliberalismus, Hochrüstung, Militarisierung und Finanznot erkannte er nicht. Wir dokumentieren einen Leserbrief von Jens Rüggeberg aus dem "Schwäbischen Tagblatt" (Tübingen) vom 8. April 2026:


Keine tiefe Analyse

Kürzlich in einer TV-Talkshow: Der OB beklagte erneut die Misere der kommunalen Finanzen – zu Recht. Und dann gestand er, aus Verzweiflung Merz gewählt zu haben. Das heißt: Über eine tiefergehende Analyse verfügt er nicht, Hintergründe und Entwicklungstendenzen scheinen ihm fremd zu sein. Den anderen Talkshow-Beteiligten und der TAGBLATT-Berichterstatterin wohl auch.

In Zeiten neoliberaler Politik, Hochrüstung, Kriegsvorbereitung und Faschismusgefahr braucht man sich über bankrotte Kommunen nicht weiter zu wundern. Geld ist für die dann eben nicht mehr da. 5 % des Bruttosozialprodukts fürs Militär – das heißt ab ungefähr 2029 fast 50 % des Bundeshaushalts. Man kann beim Sozialen, bei den Renten, bei der Gesundheitsversorgung, bei der Bildung, beim Klimaschutz, dem Wohnungsbau, der Infrastruktur und den Kommunen gar nicht so viel kürzen, dass diese irrsinnigen Militärausgaben finanziert werden können.

Wie kann man da Hoffnung in eine Regierung setzen, die solches zu verantworten hat? Wie „Reformen“ oder „Liefern“ fordern, wo das doch nur Sozialkürzungen bedeuten kann? Wie auf einen Kanzler bauen, der bereits im Januar 2025 zeigte, dass sein Rassismus durchaus AfD-kompatibel ist?

Jens Rüggeberg, Tübingen

Wird Russland die NATO anfreifen? Gegen die vorherrschende Propaganda.

Wir dokumentieren die Rede von Lühr Henken auf dem Ostermarsch am 04.04.2026 in Berlin:

"Die vorherrschende Propaganda versucht uns tagaus tagein inzutrichtern, dass wir spätestens in drei Jahren kriegstüchtig sein müssen, um Russland von einem Angriff auf NATO-Gebiet abzuschrecken. Der „großrussische Imperialismus“ rüste durchweg massiv auf und würde damit auch nicht aufhören, wenn der Krieg gegen die Ukraine vorbei ist. Da Russland die Waffen dann nicht mehr im Krieg verbrauche, würde es für uns gefährlich. Eine bestechende Logik, oder? Ob sie stimmt oder nicht, ist egal. Sie wirkt. Öffentlich hinterfragt wird das Gedankengebäude kaum. Aber es ist leicht zum Einsturz zu bringen..."

Weiter hier:

260404-OM-Berlin-Rede-Luehr-Henken (pdf, 42 KB)

Ostermärsche in BW: Tausende demonstrieren für Frieden und Abrüstung

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ostermaersche-2026-in-bw-100.html
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Friedensplenum/ Antikriegsbündnis Tübingen e.V.

Nächste Treffen

Wir treffen uns normalerweise an jedem ersten Montag eines Monats um 19:30 im Clubraum im 1. Stock des Adolf-Schlatter-Hauses, Österbergstr. 2 in Tübingen.

Die nächsten Termine:
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Bundesweite Zusammenschlüsse der Friedensbewegung:

Informationsstelle Militarisierung e.V., Tübingen

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Zuletzt aktualisiert: 19. Aug, 17:48

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