IMI-Kongress 18./19. November 2006 in Tübingen

Staat im Krieg - Krieg im Staat: Wie der neue Kolonialismus den Krieg nach Hause bringt



Mit Unterstützung des Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen

weitere Informationen:
http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1430

Pulverfass Afghanistan

Vortrag von Jürgen Wagner, Informationsstelle Militarisierung

Pulverfass Afghanistan

Deutschland und die NATO im Krieg am Hindukusch

am Montag, den 13. November 2006 um 20 Uhr
im kleinen Saal des Schlatterhauses, Österbergstr.2


Als die NATO im August 2003 das Kommando über die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan übernahm, hätte sich zum damaligen Zeitpunkt wohl kaum jemand träumen lassen, dass die Allianz dort in einen umfassenden Guerillakrieg verwickelt werden würde, der immer alptraumhaftere Züge annimmt. Insbesondere seit die ISAF in diesem Jahr ihr Einsatzgebiet auch auf die südlichen und östlichen Provinzen ausdehnte, finden die gewaltsamen Auseinandersetzungen kein Ende. Der Einsatz, der formal als "Stabilitätsexport" zur "Friedenssicherung" begann wird mehr und mehr zur "aggressiven Aufstandsbekämpfungsoperation", wie es ISAF-Kommandeur David Richards formulierte.

Der Vortrag beschreibt wie die NATO - unter maßgeblicher Beteiligung der Bundeswehr - massiv zur Eskalation beiträgt, indem sie eine quasi-koloniale Besatzungs- und Ausbeutungsstruktur in Afghanistan etabliert hat und diese militärisch absichert. Das völlige Versagen - wohl zurecht innerhalb der afghanischen Bevölkerung als Unwillen interpretiert - die katastrophale humanitäre Situation zu verbessern, sondern stattdessen den Interessen westlicher Konzerne und dem militärischen "Kampf gegen den Terror" Priorität einzuräumen, hat zur Folge, dass die Truppe inzwischen völlig diskreditiert ist. Für eine wachsende Zahl der Afghanen sind die ISAF-Soldaten nichts anderes als koloniale Besatzer, weshalb die Bereitschaft wächst, diese militärisch zu bekämpfen.

Zwar mehren sich insbesondere nach Bekannt werden des skandalösen Verhaltens deutscher Bundeswehrsoldaten in Afghanistan die Stimmen, die den Abzug der Truppen fordern, die Schwarz-Rote Regierung will davon jedoch nichts wissen, sondern engagiert sich mittlerweile sogar verstärkt im umkämpften Süden des Landes. Da der Einsatz in Afghanistan als prototypisch für die künftig anvisierten Kriegseinsätze gilt, würde sein Scheitern aus Sicht der westlichen Strategen eine existenzielle Bedrohung des Bündnisses darstellen. Hierdurch wäre jegliche weitere "Stabilisierungsmaßnahme" zur Aufrechterhaltung einer neoliberalen, ausbeuterischen Weltordnung von vorneherein diskreditiert, wie der Vortrag belegen soll.

Flugblatt: afghanistan (pdf, 57 KB)

Mailaktion

"Anti-Terror"-Einsatz der Bundeswehr beenden
Holen Sie die Soldaten nach Hause
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Friedensradtour in Tübingen


Am 5. August war die Friedensradtour in Tübingen und besuchte die Oberbürgermeisterin.

Kriege beenden - Kriegsplanungen stoppen!

Am Antikriegstag, dem 1. September, veranstaltet die Friedensgruppe Reutlingen zusammen mit dem Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg und anderen Friedensgruppen aus der Umgebung, darunter auch dem Friedensplenum/ Antikriegsbündnis Tübingen eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel

Kriege beenden - Kriegsplanungen stoppen!
Von Kabul über Bagdad nach Teheran

Afghanistan als Aufmarschgebiet der westlichen Industriestaaten

Referent: Dr. phil. Matin Baraki
1947 in Kabul/Afghanistan geboren, dort studiert und als Lehrer gearbeitet. 1995 Promotion an der Universität Marburg. Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragter an den Universitäten Marburg, Münster, Kassel und Gießen. Allgemein vereidigter Dolmetscher und Übersetzer der afghanischen Sprachen Dari und Paschto, und der persischen und tadschikischen Sprache. Er hat zahlreiche Bücher und Texte über den Nahen und Mittleren Osten, sowie über Süd- und Zentralasien publiziert.


Wo: Restaurant Uhlandhöhe (großer Saal)
Friedrich-Ebert-Str. 17, 72762 Reutlingen

Wann: Freitag, den 1. September 2006, 20:00 Uhr

Eintritt: € 2,00 (Schüler, Studenten, Arbeitslose frei)


Nach den Terroranschläge gegen das World Trade Center am 11. 9. 2001 wurde Afghanistan von Nato-Truppen besetzt. Auch Deutschland beteiligt sich mit der Bundeswehr an der Besetzung des Landes. Deutsche Kommando Spezialkräfte (KSK) jagen – unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit - zusammen mit US-Truppen Reste der Taliban und Al Qaida, bzw. das, was sie als solche zu erkennen glauben. Die Landbevölkerung flieht vor den Soldaten aus ihren Dörfern. Warlords und Drogenbarone beherrschen das Land unter dem Schutz alliierter Truppen. Riesige ausländische Militärstützpunkte entstehen in und rund um Afghanistan.
In der Veranstaltung wird es u.a. darum gehen, welche Interessen die USA und die anderen westlichen Staaten am Hindukusch verfolgen, wie ihre Politik gegenüber Afghanistan im regionalen Kontext einzuordnen ist und welchen Schaden eine dauerhafte Besetzung eines Landes auf die Entwicklung der einheimischen und der eigenen Zivilgesellschaft nimmt.
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Friedensplenum/ Antikriegsbündnis Tübingen e.V.

Nächste Treffen

Wir treffen uns normalerweise an jedem ersten Montag eines Monats um 19:30 im Clubraum im 1. Stock des Adolf-Schlatter-Hauses, Österbergstr. 2 in Tübingen.

Die nächsten Termine:
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Bundesweite Zusammenschlüsse der Friedensbewegung:

Informationsstelle Militarisierung e.V., Tübingen

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Zuletzt aktualisiert: 6. Mai, 17:47

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