Krieg in der Ukraine sofort beenden - Keine Waffenlieferungen!

Dokumentiert: Rede von Gisela Kehrer-Bleicher für das Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen auf der Antikriegskundgebung in Tübingen am 18.3.2022:

Wir alle wollen, dass der Krieg in der Ukraine so schnell wie möglich beendet wird. Mit jedem Tag, an dem Menschen getötet werden, wächst die Verzweiflung, aber auch der Hass und die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben schwindet.

Uns in der Friedensbewegung wird Versagen vorgeworfen. Doch wir waren zu Wenige und genau das ist eingetreten, vor dem wir immer gewarnt haben. Die Politik der Konfrontation und massivste militärische Aufrüstung haben die Eskalationsspirale immer weiter hochgetrieben und und konnten den Krieg nicht verhindern. Russland hat die nächste Stufe der Eskalation beschritten und den Krieg begonnen. Wir verurteilen dies, und fordern Russland auf, seine Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen. Wir fordern alle Seiten auf, zu einer Politik der Kooperation zurückzukehren.

Der Krieg in der Ukraine ist eine große Katastrophe, sie wird größer, je länger der Krieg dauert. Mehr Waffen, eine Fortsetzung der Konfrontation bringen nicht mehr Sicherheit und schaffen keine friedliche Welt. Unverantwortlich sind alle weiteren Waffenlieferungen, Forderungen nach Flugverbotszonen und NATO-Missionen.

Es ist völliger Wahnsinn, das Eingreifen der NATO in irgendeiner Form zu fordern. Damit würde ein Nuklearkrieg mitten in Europa begonnen, nicht nur Deutschland würde zum atomaren Schlachtfeld werden, dessen Auswirkungen würden die ganze Menschheit treffen. Es ist Wahnsinn, dass die Bundesregierung weiter an der nuklearen Teilhabe festhält und ausgerechnet jetzt die Bundeswehr mit neuen Kampfjets F35 aufrüsten will, die als Trägersysteme für A-Waffen eingesetzt werden können. Auch Deutschland steht in der Verantwortung für das Überleben aller. Die Bundesregierung muss endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!

Nicht erst heute erleben wir eine Zeitenwende, jetzt wird nur das durchgesetzt, was die Regierenden schon lange wollten und planten. Einen Tag nachdem Bundeskanzler Scholz das gigantische Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr mit 100 000 Mrd. € angekündigt hat, legte die Rüstungsfirma Rheinmetall schon Rüstungsangebote in Höhe von 43 Mrd. € vor. Eine wirkliche Zeitenwende heißt aber Umdenken und Umsteuern – es geht um das Überleben der Menschheit. Und das ist nicht nur durch den Krieg gefährdet, der uns hier in Europa jetzt so nahe gekommen ist und durch alle andern mörderischen Kriege, die schon seit Jahren vor den Grenzen Europas toben.

Wir können uns Kriege nicht mehr leisten, wir können nicht mehr 2 Billionen € jedes Jahr für Kriege und Militär verschwenden. Unsere Lebensgrundlagen, Natur- und Umwelt werden in Kriegen deren Vorbereitung zerstört. Gewaltige Ressourcen und Finanzmittel, die wir für Klimaschutz und soziale und gerechte Entwicklungen brauchen, werden sinnlos verschwendet. Nur mit Frieden und globaler Partnerschaft können wir die notwendigen Investitionen zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels aufbringen!

Deshalb bleibt uns auch heute keine andere Wahl als zurück zur Kooperation, zum Verhandeln, zur globalen Partnerschaft, zu einem System von gemeinsamer Sicherheitspolitik in Europa.

Deshalb gehen wir weiter auf die Straße bei Antikriegskundgebungen, beim Klimastreik am 25.3. und beim Ostermarsch.

Aufruf von Connection e.V. (Inter­na­tio­nale Arbeit für Kriegs­dienst­ver­wei­gerer und Deser­teure): "Deserteure und Verweigerer aus der Ukraine, aus Russland und Belarus brauchen Unterstützung!" Mehr dazu hier:

https://de.connection-ev.org/StopWarUkraineDonation
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Friedensplenum/ Antikriegsbündnis Tübingen e.V.

Nächste Treffen

Wir treffen uns normalerweise an jedem ersten Montag eines Monats um 19:30 im Clubraum im 1. Stock des Adolf-Schlatter-Hauses, Österbergstr. 2 in Tübingen.

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Bundesweite Zusammenschlüsse der Friedensbewegung:

Informationsstelle Militarisierung e.V., Tübingen

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